Geplantes „Gewerbeband Steinhausen“: Mehr Verkehr befürchtet

11. Juni 2021

Die Gewerbeflächen in Steinhausen sollen in den nächsten Jahren weiterentwickelt und verdichtet werden. Unter dem Stichwort „Gewerbeband Steinhausen“ wird das städtische Planungsreferat hierfür in den nächsten Jahren ein Konzept erarbeiten.

Diese Entwicklung dürfte auch für die angrenzenden Stadtteile zu deutlich mehr Verkehr führen. Um eine Mehrbelastung von Berg am Laim zu verhindern, soll die Stadt München schon jetzt ein Erschließungskonzept dafür erarbeiten. Das hat die CSU im Bezirksausschuss beantragt und dafür einstimmig Zustimmung erhalten. Ziel dieses Verkehrskonzepts soll vor allem sein, den Verkehrsknoten Truderinger Straße/Baumkirchner Straße/Hultschiner Straße und das Berg am Laimer Stadtteilzentrum vor einer Mehrbelastung durch das Gewerbeband zu schützen.

Gewerbeband Steinhausen

Das Gewerbegebiet nördlich der Bahngleise soll weiterentwickelt und verdichtet werden. Foto: Unser Berg am Laim

Der Berg am Laimer Verkehrsknoten gilt „nach verschiedenen Verkehrsuntersuchungen bereits heute als überlastet,“ so die CSU-Fraktion. Hinzu kommen Neubauvorhaben wie auf dem „Truderinger Acker“ oder „Wohnen am Riemer Park“. Diese würden entsprechend der Untersuchungen eine zusätzliche Verkehrsbelastung bedeuten.

Das neue Gewerbeareal Steinhausen soll nördlich der Bahngleise geschaffen werden. Dieses Areal ist zudem in der Hochhausstudie als Zone IV vorgesehen. Diese Zone ermöglicht eine erhebliche bauliche Verdichtung. Der Bezirksausschuss rechnet daher mit „entsprechenden Auswirkungen auch auf den Stadtbezirk Berg am Laim“.

CSU-Forderung: Autos über A94 ableiten und ÖPNV-Anbindung deutlich verbessern

Das geforderte Verkehrskonzept soll die Ableitung des motorisierten Individualverkehrs, also insbesondere der Autos, über die Autobahn A94 vorsehen. Zudem soll die Anbindung des Gewerbeareals durch den öffentlichen Nahverkehr massiv verbessert werden. Der Bezirksausschuss schlägt dazu Taktverdichtungen bei S-Bahn, Straßenbahn und Bussen vor. Gegebenenfalls müssten auch neue Linien eingerichtet werden.

Fabian EwaldGeplantes „Gewerbeband Steinhausen“: Mehr Verkehr befürchtet