Sitzbänke statt „public chairs“

29.09.2018

In den kommenden Jahren sollen zahlreiche neue Sitzgelegenheiten in Berg am Laim entstehen. Der Idee von sogenannten „public chairs“, also mobilen Sitzmöbeln im öffentlichen Raum, erteilt das Baureferat hingegen eine klare Absage. Das geht aus einem Antwortschreiben an den Berg am Laimer Bezirksausschuss hervor.

Demnach werden zwar auf Anregung von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) in den kommenden Jahren 43 neue Sitzbänke an öffentlichen Plätzen und Straßen errichtet. Die genauen Standorte hierfür befinden sich gerade in der Abstimmung mit den lokalen Bürgervertretern.

Die Initiative der SPD-Fraktion, auf Plätzen in Berg am Laim auch „public chairs“ zur Verfügung zu stellen, lehnt das Baureferat ab. Denn: Außerhalb der Fußgängerzone kommen nach Einschätzung der Verwaltung nur fest eingebaute Sitzmöbel in Frage. Ein Herumtragen, Versetzen und Umstellen mobiler Bänke, Stühle und Liegen könnte schließlich dazu führen, dass diese entwendet oder missbräuchlich genutzt werden, wodurch Verluste oder nicht kontrollierbare gefährliche Situationen entstehen könnten. Für eine regelmäßige Kontrolle und Suche entwendeter mobiler Möbel seien die Ressourcen nicht vorhanden.

Zudem würden dem Referat zufolge Sitzmöglichkeiten jeglicher Art die Funktion von „public chairs“ erfüllen. Die Gelegenheit zum Verweilen und zur Kommunikation für alle Altersklassen ohne Konsumzwang sei schließlich auch auf fest installierten Sitzbänken gegeben.

Fabian EwaldSitzbänke statt „public chairs“