Konzerthaus im Werksviertel: Planung gestartet!

14. Juli 2018

Die Planung für das neue Münchner Konzerthaus im Werksviertel – den derzeit bedeutendsten Kulturbau des Freistaats Bayern – kann starten. Bei einem feierlichen Empfang im Prinz-Carl-Palais hat Ministerpräsident Dr. Markus Söder (CSU) den Architektenvertrag für das neue Konzerthaus München an das Büro Cukrowicz Nachbaur Architekten überreicht.

Ministerpräsident Söder: „Der neue Konzertsaal in München wird eine enorme kulturelle Bereicherung für München und ganz Bayern. Unser Anspruch dabei ist: Wir spielen in der Liga der besten Bühnen der Welt ganz vorne mit. Der Abschluss des Architektenvertrages ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg dahin!“ Das Bregenzer Büro ging unter mehr als 200 Teilnehmern aus 20 Staaten als Sieger aus dem Architektenwettbewerb hervor. Das fast 50 Meter hohe Gebäude entsteht im Herzen der Werksviertels in Berg am Laim. Dort will der Freistaat erlesene Musikerlebnisse für insgesamt 2.600 Besucher ermöglichen.

Bayerns Bauministerin Ilse Aigner (CSU): „Ob Harmonie oder Dissonanz – im neuen Konzerthaus München soll es Raum für alles geben, was gute Musik braucht, vor allem aber für eine Disziplin, die heute oft zu kurz kommt: das Zuhören.“

Das neue Konzerthaus soll insgesamt drei Konzertsäle beherbergen. Der große Saal für das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie für Gastorchester aus der ganzen Welt hat Platz für 1.800 Zuhörer. Zudem gibt es einen Kleinen Saal für 600 Zuhörer und eine Werkstattbühne für 200 Zuhörer. Die Architekten sollen gemeinsam mit einem spezialisierten Akustikbüro die drei Säle so planen, dass sie beste räumliche und akustische Voraussetzungen für klassische Konzerte, aber auch für Jazz und andere qualitativ hochwertige Musikveranstaltungen bieten.

Planungsstart für das Konzerthaus im Werksviertel

Planungsstart für das Konzerthaus im Werksviertel. Ministerpräsident Markus Söder (m.) mit Bauministerin Ilse Aigner (2.v.r.), Wissenschaftsministerin Marion Kiechle (2.v.l.) und den Architekten. Foto: StMBI

Wissenschaftsministerin Marion Kiechle (CSU): „Das neue Konzerthaus München ist eine Einladung an die besten Musiker der Welt, in München die Sprache der Musik zu sprechen. Und es ist eine Einladung an ein neues und junges Publikum, sich von dieser Sprache berühren und begeistern zu lassen. Das Konzerthaus München wird ein kultureller Ort mit einem hohen künstlerischen Anspruch, einer exzellenten Akustik, idealen Bedingungen für die Musiker und großer Anziehungskraft für die Besucher. ‚Herausragende Musik – für alle erlebbar‘ – das ist das Motto dieses Hauses! Mit dem Startschuss entsteht ein Konzerthaus, das mit seinen Impulsen weit über die bayerische Landeshauptstadt hinaus strahlen wird.“

Darüber hinaus soll die Musikvermittlung ein zentraler Baustein des neuen Hauses sein. Neben dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und der Hochschule für Musik und Theater München, die das Haus permanent bespielen werden, soll es auch anderen Orchestern, Ensembles und Konzertveranstaltern zur Nutzung zur Verfügung stehen.

Mariss Jansons, Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, schickt Freudentöne aus Salzburg, wo er gerade intensiv für eine Opernproduktion der Salzburger Festspiele probt: „Es ist großartig, dass sich die Bayerische Staatsregierung mit dem heutigen Tag so deutlich zum neuen Konzerthaus München bekennt und damit ein Projekt seiner Realisierung näher bringt, auf das sich Musikliebhaber in Bayern und auf der ganzen Welt freuen können.“

Neben dem Architekturbüro Cukrowicz Nachbaur, das nun beauftragt ist und dem Akustikbüro, das im Herbst beauftragt werden soll, wird noch eine Vielzahl von Fachbüros wie zum Beispiel für die Tragwerksplanung, die Technische Gebäudeausrüstung oder die Elektroplanung benötigt. Hierzu gehört auch ein Projektsteuerungsbüro, das bis Herbst 2018 feststehen wird. Die EU-weiten Vergabeverfahren dafür laufen derzeit.

 

Fabian EwaldKonzerthaus im Werksviertel: Planung gestartet!