Werksviertel wächst weiter

26. März 2018

Es ist derzeit wohl einer der dynamischsten Stadtteile Münchens, zumindest aber der am schnellsten wachsende in Berg am Laim: Das Werksviertel zwischen Ostbahnhof, Ampfingstraße und Rosenheimer Straße. Erst im Januar feierte das Musical „Fack Ju Göhte“ im eigens dafür umgebauten WERK 7 – der früheren Kartoffelhalle der Pfanni-Werke – Premiere, seit Anfang März stehen die Pläne für die Bebauung der ehemaligen Optimolwerke fest (Unser Berg am Laim berichtete). Und auch sonst tut sich einiges im Werksviertel.

Baustelle WERK 4

Baustelle WERK 4. Foto: Unser Berg am Laim

So erfolgt in Kürze der Spatenstich für das neue WERK 4 auf dem ehemaligen Kartoffelsilo der Pfanniwerke. Dieses soll um insgesamt 24 Stockwerke aufgestockt und erweitert werden. In den oberen 16 Etagen ist ein Luxus-Apartmenthotel mit Spa, Restaurant und Ballsaal vorgesehen, darunter soll eine Jugendherberge einziehen.

Auch die beliebte Kletterhalle soll es in den Überresten des Kartoffel-Silos, die in das neue Gebäude integriert werden, dann wieder geben.

Unmittelbar daneben tut sich die derzeit wohl größte Baustelle des Werksviertels auf: Hier soll das neue Münchner Konzerthaus entstehen. Neben dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks wird er auch der Münchner Musikhochschule eine neue Heimat geben. Erst vor wenigen Tagen hat die Bayerische Staatsregierung über das Betreibermodell entschieden: Alleiniger Träger soll demnach der Freistaat Bayern werden und das Konzerthaus als staatlichen Eigenbetrieb führen.

Wichtig ist der Staatsregierung, dass das neue Konzerthaus mit einem großen Saal für 1.800 Gäste und einem kleinen Saal mit 800 Plätzen gerade junge Menschen für klassische Musik begeistern soll. Es soll künstlerische Impulse setzen und ungewohnte Hörerfahrungen ermöglichen. Um den Bau zügig voranzutreiben, hat das Kabinett daher nun ein Planungsteam aus Architekt, Akustiker und einem Projektsteuerer berufen.

Direkt gegenüber des neuen Musiktempels befindet sich derzeit das WERK 17 im Bau, in dem Gastronomie, Geschäfte und ein weiteres Hotel mit 300 Zimmern unterkommen. Bereits 2019 soll es in Betrieb gehen.

WERK 12 Werksviertel

Das neue WERK 12. Grafik: MVRDV Architekten

Ein weiterer spektakulärer Neubau entsteht aktuell neben der neuen Musicalbühne: Im WERK 12 entstehen auf 7.000 Quadratmetern Fläche – ebenfalls bis zum Jahr 2019 – moderne Loft-Büros, ein Fitness-Zentrum mit eigenem Schwimmbad sowie mehrere Bars und Restaurants.

Ein Hingucker wird das Gebäude des niederländischen Architekturbüros MVRDV sicherlich werden: So werden fünf Meter hohe illuminierte Buchstaben an der Fassade kurze Botschaften wie „Aahhh“, „Oh“, „Wow“ oder „Hmpf“ in das Werksviertel hinaus tragen.

 

 

Fabian EwaldWerksviertel wächst weiter