Regionale Verkehrsentwicklung: Berg am Laim will mitmischen

1. März 2018

Ungewohnte Einigkeit beim Thema Verkehr im Berg am Laimer Bezirksausschuss: Der Stadtbezirk muss bei der möglichen Erstellung eines regionalen Verkehrsentwicklungskonzepts unbedingt berücksichtigt werden. So lautet die Forderung eines überfraktionellen Antrags von CSU, SPD, Grünen und FDP sowie des Unterausschusses Planung an die Landeshauptstadt München, den das Lokalparlament in seiner Februarsitzung einstimmig verabschiedete.

Zum Hintergrund: Bereits seit Ende 2016 laufen Anstrengungen mehrerer Umlandgemeinden und der Landeshauptstadt München, die Verkehrsprobleme im Osten Münchens im Rahmen einer abgestimmten Verkehrsplanung strukturell anzugehen. Insgesamt elf Gemeinden (Anzing, Aschheim, Feldkirchen, Finsing, Forstinning, Haar, Kirchheim, Markt Schwaben, Pliening, Poing und Vaterstetten) haben sich dazu bereits mit der Stadt zusammengeschlossen. Mitte 2018 soll auf Grundlage einer Problem- und Chancenanalyse entschieden werden, ob dies in die Aufstellung eines Verkehrsentwicklungskonzepts für den gesamten Raum mündet.

Dieser Ansatz sei sehr zu begrüßen, so die Antragsteller in Berg am Laim. Gerade in einem größeren Ansatz unter Einbeziehung der Umlandgemeinden und Berücksichtigung der Entwicklung in der gesamten Region seien schließlich grundsätzliche Verbesserungen in der Bewältigung des steigenden Verkehrsaufkommens zu erreichen.

Jedoch hätten die Überlegungen bislang einen Fehler, wie CSU-Fraktionssprecher Fabian Ewald im Gremium erläuterte: Denn die Landeshauptstadt München plane Medienberichten zufolge lediglich die Stadtbezirke Trudering-Riem und Bogenhausen mit einzubeziehen, Berg am Laim hingegen nicht. Und dies, obwohl Berg am Laim einer der Hauptbetroffenen des Durchgangsverkehrs sei – sowohl auf den Straßen, als auch auf der Schiene.

Kreuzung Ampfingstraße

B304 trifft auf Mittleren Ring: Kreuzung Ampfingstraße/Berg-am-Laim-Straße. Foto: Unser Berg am Laim

Nicht nur, dass hier die Berg-am-Laim- bzw. Kreillerstraße (B304) als Haupteinfallsstraße auf den Mittleren Ring treffe, auch wesentliche S-Bahn-, U-Bahn- und Zugverbindungen würden durch Berg am Laim verlaufen. Jegliche Änderungen, wie der angedachte Bau neuer Stadt-Umland-Bahnen oder Änderungen der Verkehrsströme auf den Straßen, hätten daher mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Auswirkungen auf den Bezirk.

Ob diese positiv oder negativ wären, sei noch nicht abzuschätzen – klar sei jedoch, dass Berg am Laim beteiligt werden müsse.

Dieser gemeinsamen Forderung konnten sich alle Mitglieder des Gremiums anschließen.

Fabian EwaldRegionale Verkehrsentwicklung: Berg am Laim will mitmischen