CSU-Forderung: Krippe ohne Durchstich der Halserspitzstraße planen

26. August 2021

Die Stadt möchte eine Krippe an der Halserspitzstraße bauen. So weit so gut. Doch im Zuge dieser Baumaßnahme ist nun auch die Verbindung der beiden Straßenteile der Halserspitzstraße geplant. Das hat die Stadt München in ihrer Antwort auf einen Fragenkatalog der CSU-Stadträte Fabian Ewald und Jens Luther bestätigt. Rund 40 Meter lang würde dieser Straßendurchstich sein, der schon 1989 im Bebauungsplan festgelegt wurde, aber bis heute nicht umgesetzt wurde.

Stadträte

Jens Luther und Fabian Ewald finden: Eine Verbindung der Straßenteilstücke ist nicht nötig! Foto: CSU

Warum der Durchstich jetzt gebaut werden soll, begründet Stadtschulrat Florian Kraus (Grüne) damit, dass die aktuelle Situation „eine verträgliche Abwicklung des zu erwartenden, wenngleich geringen, motorisierten Bring- und Holverkehrs sowie des Lieferverkehrs der geplanten Kindertageseinrichtung nicht zulässt.“

Für die beiden CSU-Stadträte stellt diese Antwort „nicht nachvollziehbar dar, dass die Verbindung der beiden Straßenenden zur Erschließung des beabsichtigten Krippenbaus zwingend nötig ist.“ Sie sei seit 32 Jahren verkehrlich nicht erforderlich gewesen und „ergibt aus heutiger Sicht keinen Sinn mehr“. Das Problem des zusätzlich entstehenden Durchgangsverkehrs werde durch den Stadtschulrat völlig ignoriert, kritisieren Ewald und Luther.

Daher fordern sie, neue Varianten für den Krippenbau zu prüfen: ohne zusätzlichen Durchgangs- und Abkürzungsverkehr in diesem verkehrsberuhigten Bereich. Denn die Mehrbelastung durch Verkehr soll für die Anwohner minimal sein. Denkbar ist für Ewald und Luther in der Halserspitzstraße eine einseitige Erschließung durch einen Wendehammer und eine Fuß- sowie Radwegverbindung.

Halserspitzstraße

Der östliche Teil der Halserspitzstraße ist ein verkehrsberuhigter Bereich ohne bauliche Gehwege. Foto: Unser Berg am Laim

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