„Jein“ zu Spiel und Sport auf städtischen Dächern

2. Februar 2019

Eine hochwertige Spiel- und Aufenthaltsfläche auf dem Dach des Parkhauses an der Bad-Schachener-Straße – die Idee des Bezirksausschusses Berg am Laim nach dem Vorbild des Parkhauses „Konditaget Lüders“ in Kopenagen hätte durchaus Vorbildcharakter auch für München haben können. Doch aus der Initiative der CSU-Fraktion wird vorerst nichts – zumindest nicht an diesem Ort.

Parkhaus Kopenhagen

Modell des Konditaget Lüders in Kopenhagen. Foto: Unser Berg am Laim

Das Problem ist die Statik der dreigeschossigen Quartiersgarage, die derzeit höchstens eine Begrünung mit geringer Last aushalten würde. Das Dach nachträglich für Spiel und Sport umzurüsten, hält die Gewofag, der das Gebäude gehört, für sehr aufwendig und teuer. Zusätzlich zur Statik müssten nämlich auch Aufzüge und Treppenhäuser, Brand- und Lärmschutz, Absturzsicherungen, Haustechnik, Ballfangeinrichtungen und mehr nachgerüstet werden.

Zudem sieht die Gewofag keinen richtigen Sinn. Denn die Siedlung am Piusplatz ist kein stark verdichtetes Gebiet. Und es wurden erst vor ein paar Jahren neue Spielflächen für Kinder und ein Jugendplatz im benachbarten Grünzug geschaffen.

Grundsätzlich sei die Idee aber sehr zu begrüßen, künftig auch vermehrt große Dachflächen für Sport- und Spielangebote zu nutzen, urteilt das Referat. Diese Aussage hat der Bezirksausschuss gerne aufgenommen: Auf Anregung des Unterausschusses Schule soll nun nämlich das Dach der neuen Dreifachsporthalte des künftigen Campus Ost an der Fehwiesenstraße als weitere Fläche für Sport und Spiel dienen, wie Fabian Ewald (CSU) berichtete.

Fabian Ewald„Jein“ zu Spiel und Sport auf städtischen Dächern