Feuerwache 5: Neue Heimat am alten Standort

15. Juli 2017

Trotz des Zusatzes Ramersdorf – die Feuerwache 5 liegt auf Berg am Laimer Gebiet. Die Floriansjünger an der Anzinger Straße sollen in den nächsten Jahren einen Neubau erhalten, der Teil eines weiteren Katastrophenschutzzentrums für München wird.

Die neue 5er-Wache wird die zweite Schwerpunktwache der Berufsfeuerwehr München außerhalb der Altstadt. Denn die Lage in Ramersdorf erlaubt es sehr schnell auch ins Stadtzentrum zu gelangen, um dort das sehr hohe Einsatzaufkommen mit abzudecken oder die Einsatzkräfte der Hauptwache zu ergänzen. Zudem kann sie die kleineren Wachen in Unterföhring, Neuperlach und Riem unterstützen.  Auch für den zweiten Teil des Zentrums für Katastrophenschutz ist die Lage einsatztaktisch ideal im Stadtgebiet.

Den Siegerentwurf im Wettbewerb lieferte das Münchner Architekturbüro Ackermann Architekten BDA. Beim örtlichen Landtagsabgeordneten Robert Brannekämper (CSU), damals Sachpreisrichter, fand dieser große Unterstützung. Er begrüßt, dass dieser nun realisiert wird.

Die Kosten für die Realisierung des Neubaus der Feuerwache 5 waren ursprünglich mit 99,5 Millionen Euro angesetzt. Doch inzwischen wurde auf einen Hubschrauber-Landeplatz verzichtet, der in Bau und Betrieb sehr kostenintensiv gewesen wäre. Die Feuerwehrtaucher werden ihre Lufteinsätze über die nahe gelegene Kaserne der Bereitschaftspolizei abwickeln. Zudem haben sich andere Bereiche verkleinert. So konnte man bei der Statik sparen, indem man die mehrere Tonnen schwere Stahl-Druckkammer für Tauchunfälle ins Erdgeschoss verlegte.

Dadurch  reduziert sich die Projektsumme um knapp vier Millionen. Enthalten sind in dem Betrag auch neun zusätzliche Dienstwohnungen. Damit können am Standort der neuen Feuerwache insgesamt 39 Dienstwohnungen für die Einsatzkräfte errichtet werden.

Feuerwache 5

Die Feuerwache 5 in Berg am Laim ist in die Jahre gekommen und wird einen Neubau erhalten. Foto: Unser Berg am Laim

 

 

Die Feuerwache 5 in der Anzinger Straße 41 wurde am 17. Dezember 1951 eingeweiht und ersetzte damals die zu klein gewordene „Nebenwache“. 1953 gab es einen Erweiterungsbau, der bis zum Bau der Neuperlacher Wache als Kfz-Hauptwerkstätte dienste. Wo damals die Fahrzeugwerkstatt untergebracht war, sind heute diverse Sonderfahrzeuge untergebracht. Zusätzlich entstand ein acht Meter tiefes Übungstauchbecken, heute haben die Feuerwehrtaucher einen eigenen Tauchtopf in Bogenhausen.

Das Wachgebiet der Feuerwache 5 umfasst etwa 30 Quadratkilometer zwischen Au-Haidhausen und Giesing über Berg am Laim, Ramersdorf-Perlach bis nach Bogenhausen, außerdem gehören verschiedene Autobahnabschnitte der A95, A96 sowie A99 dazu.

Besondere Einsatzgebäude in dem Gebiet sind beispielsweise der Süddeutsche Verlag, das Bayerische Hauptmünzamt, Siemens, Gieseke & Devrient, Rohde & Schwarz, das Werksviertel, diverse Hochhäuser und Einkaufszentren.

Fabian EwaldFeuerwache 5: Neue Heimat am alten Standort