Lokale Ökonomie soll gefördert werden

17. April 2021

Viele Unternehmer in Berg am Laim stehen schon länger wirtschaftlich unter Druck. Doch die Auswirkungen des Lockdowns haben die Situation weiter verschärft. Daher sehen CSU und FDP Unterstützungsbedarf für die örtliche Wirtschaft: „Die weiterhin nötigen Einschränkungen des täglichen Lebens und ein sich möglicherweise langfristig wandelndes Einkaufsverhalten stellen gerade kleine, inhabergeführte Geschäfte vor erhebliche Probleme,“ so Fabian Ewald (CSU) und Albrecht Dorsel-Kulpe (FDP).

Konzept soll Angebotsvielfalt und Arbeitsplätze vor Ort erhalten

Um die Unternehmer im Geschäftszentrum gezielt zu unterstützen, hat der Bezirksausschuss auf Initiative der CSU- und FDP-Fraktion ein Konzept mit Maßnahmenvorschlägen beantragt.

Leerstand

Geschäfte in der Kreillerstraße. Foto: Unser Berg am Laim

Das Konzept soll dazu beitragen, die Angebotsvielfalt, aber auch die Arbeitsplätze in Berg am Laim zu erhalten. Es soll vom Referat für Arbeit und Wirtschaft und der Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung mbH im Rahmen des Programms „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“ (BIWAQ) erarbeitet werden. Dieses Programm hat nämlich das Ziel, die lokale Ökonomie in den Geschäftszentren von Giesing, Ramersdorf und Berg am Laim zu stärken. „Bisher ist von dem Programm leider jedoch wenig sichtbar, obwohl es bereits seit zwei Jahren läuft und mehr als die Hälfte der Laufzeit vorüber ist,“ begründen Ewald und Dorsel-Kulpe.

Zahlreiche Ideen haben die Antragssteller auch schon für das Konzept entwickelt:

● Eine Marketingaktion „Einkaufen in Berg am Laim“
● Aktive Hilfestellung bei der Umsetzung von Click-and-Collect- und Liefer-Konzepten
● Gemeinsame örtliche Rabatt- oder Gutscheinaktionen
● Eine „Berg am Laimer Geschenkbox“ mit lokalen Angeboten
● Erarbeitung eines Veranstaltungs- und Hygienekonzepts zur Präsentation lokaler Angebote z.B. bei Freiluftveranstaltungen im Sommer
● Einrichtung von Quartiersboxen zur zeitunabhängigen und kontaktlosen Abholung von Waren

Sollten zur Umsetzung einzelner Maßnahmen zusätzliche finanzielle Mittel erforderlich sein, wäre der Bezirksausschuss auch bereit, sich finanziell zu beteiligen.

Runder Tisch soll gegen Leerstand helfen

Ein weiteres Problem ist der Leerstand zahlreicher Geschäfte im Zentrum von Berg am Laim rund um die Kreillerstraße/Baumkirchner Straße. Manche Ladengeschäfte würden hier „in glazialem Tempo renoviert“, so CSU-Fraktionssprecher Thomas Höhler. Die CSU befürchtet, dass sich dieser negative Trend fortsetzen könnte. Um weiteren Ladenschließungen vorzubeugen, sei „höchste Eile geboten“, erklärt Höhler. Gemeinsam möchte man nun herausfinden, wie man diesem Problem begegnen kann. Zur Trendumkehr könnte beispielweise eine Zwischennutzung von Leerstandsimmobilien beitragen. Abhilfe soll nun ein Runder Tisch mit Vertretern des Einzelhandels und dem Bezirksausschuss schaffen, den die CSU-Fraktion beantragt hat. Dieser soll vom Referat für Arbeit und Wirtschaft organisiert werden.

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