S-Bahn: Verschlechterung für Berg am Laim befürchtet

10. August 2018

Der Bezirksausschuss hat sich in seiner letzten Sitzung gegen eine mögliche Verschlechterung der S-Bahn-Anbindung Berg am Laims in den Hauptverkehrszeiten ausgesprochen.

Diese hatte die CSU-Fraktion befürchtet, da aktuellen Planungen der Deutschen Bahn zufolge nach Eröffnung der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in den Hauptverkehrszeiten die Taktung der S-Bahn-Linien S4 und S6  von jetzt alle 10 auf dann alle 15 Minuten reduziert werden soll – zugunsten einer neuen Express-S-Bahn, für die aber kein Halt in Berg am Laim vorgesehen ist.

An einem Verkehrsknoten, an dem inzwischen nicht nur drei S-Bahn-Linien, sondern darüber hinaus auch noch eine Tram- und vier Buslinien halten, sei eine solche Einschränkung nicht hinzunehmen, befand CSU-Fraktionssprecher Fabian Ewald, der zwei entsprechende Initiativen eingereicht hatte.

So solle neben dem schon jetzt durch den Bezirksausschuss angestrebten Halt der Flughafenlinie S8 auch die künftige Express-S-Bahn in Berg am Laim halten. Zudem möge die Deutsche Bahn davon absehen, in den Hauptverkehrszeiten die Taktung auf den Linien S4 und S6 zu reduzieren. Dass sich außerhalb der Stoßzeiten der Takt künftig verbessern soll, sei zwar zu begrüßen. Auch in den Hauptverkehrszeiten brauche es jedoch angesichts des schnellen Wachstums und der täglichen Verkehrsprobleme eine Verbesserung und keine Verschlechterung der öffentlichen Anbindung.

Das Gremium schloss sich dieser Einschätzung einstimmig an.

Vertagt wurde eine weitere Initiative der CSU-Fraktion: Die, gemeinsam mit den Bezirksausschüssen Trudering-Riem und Bogenhausen eine neue S-Bahnstation „Gewerbegebiet am Moosfeld“ an der Strecke der Linie S2 zwischen den Stationen Berg am Laim und Riem prüfen zu lassen. Diese „könnte sowohl das Gewerbegebiet und das Gleisdreieck, als auch das nördlich der S-Bahngleise liegende Areal an der Grasbrunner Straße deutlich besser an den öffentlichen Verkehr anbinden“, so Ewald, der auch diese Initiative eingereicht hatte.

Bereits im September sei das nächste Gespräch mit den betroffenen Bezirksausschüssen geplant, erklärte Verkehrsausschussvorsitzender Hubert Kragler (Grüne) dazu. Der Unterausschuss empfehle daher, in diesem Rahmen das Thema mit den Nachbarn mündlich zu besprechen und dann gegebenenfalls gemeinsam tätig zu werden.

Dieses Vorgehen befürwortete auch die antragstellende Fraktion. Die neue S-Bahnstation – sie wird also Thema bleiben.

Fabian EwaldS-Bahn: Verschlechterung für Berg am Laim befürchtet